FC Crimmitschau e.V.
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Saison 2012/13 – Der Aufsteiger rockt die Liga

Unmittelbar vor dem ersten Saisonspiel in der neuen Kreisliga-Staffel 2 kam der Schock: Trainer Hendrik Hupfer musste aus gesundheitlichen Gründen ins Krankenhaus.
Vadim Hildebrandt, eine wichtige Stütze der Mannschaft, erinnert sich.
Wir mussten als Aufsteiger beim VfB Empor Glauchau II antreten. Hendrik hatte uns vor dieser Mannschaft gewarnt,

sie sei sehr stark und wäre im Vorjahr Zweiter geworden. Bei der Erwärmung stellten wir dann fest, dass wir die Bälle vergessen haben. Kein Trainer, keine Bälle, was für ne Truppe, müssen die Glauchauer gedacht haben. Da hab ich bei der Erwärmung gesagt: Ich mach was vor, aber ihr macht alle irgendetwas anderes nach - dann schreiben die uns schon vor dem Spiel ab.
FCC: Vielleicht hat diese Taktik funktioniert, vielleicht spielte die Mannschaft ohne Trainer besser, vielleicht wollte man auch für den Trainer gewinnen- jedenfalls stand es nach einer überragenden Leistung zur Halbzeit 0:4.
Hildebrandt: David Schlensog mit seinen 1,50 m schoss nach einer Ecke sogar ein Kopfballtor, obwohl er von zwei Hünen umgeben war und man ihn gar nicht sehen konnte. Ansonsten umkurvte Kai Zierold immer wieder die Glauchauer Abwehr und schoss – glaube ich – 3 Tore. Am Ende stand es 2:5. Einige Spieler waren danach noch im Krankenhaus und erzählten vom gelungenen Einstieg in die neue Saison.
FCC: Ein weiteres Spiel aus dieser Saison ist dir besonders in Erinnerung geblieben.
Hildebrandt: Das Wunder von BERNsdorf. Nach einem grandiosen Wochenende, an dem wir am Freitag den TV Oberfrohna mit 3:2 geschlagen hatten und die B-Jugend am Samstag Meister in der Kreisoberliga geworden war (was anständig gefeiert wurde), traten wir am Sonntag etwas zerknirscht unsere Reise zum letzten Spiel beim TSV Hermsdorf/Bernsdorf an. Wir hatten uns im Vergleich zum Spiel in Glauchau natürlich weiterentwickelt. Für unsere ganzen Utensilien brauchten wir mittlerweile einen Reisebus. Spielerbus
Um auch ansonsten einen seriösen Eindruck zu machen, hatten sich viele standesgemäß gekleidet. Wir hatten eine gute Saison gespielt und trotz der 9 Punkte Abzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls konnten wir den TSV in diesem Spiel noch von Platz 6 verdrängen. Deswegen musste die Aufstellung natürlich ausgelost werden. Dass wir dieses Spiel dann 0:1 gewonnen haben, hat einige den Glauben an die Kreisliga verlieren lassen. Ich nannte es nur das Wunder von Bernsdorf.

FCC: Du bist auch bei der Benennung von Mannschaftskameraden auffällig geworden. Als du Don fragtest, was er beruflich mache, und er das für dich unverständlich erklärt hat, war er nur noch der Nachtschichtmonteur.
Hildebrandt: Eine ähnliche Geschichte fällt mir zu unserem ehemaligen Torhüter ein. Er sagte damals, dass er nicht mehr kommen könne, da er Stress zu Hause und auf Arbeit habe. Die Stimmung war deshalb gedrückt und ernst. Da habe ich ihn gefragt, was er beruflich mache. Als er „Buchhalter“ antwortete, habe ich ihn gefragt, ob nicht jemand anderes für ihn die Bücher halten könne. Fand er damals wohl nicht so witzig.
FCC: Zurück zum Sportlichen, da warst du ja auch nicht ganz schlecht. In der Vorsaison warst du mit 15, in dieser Saison mit 13 Toren erfolgreichster Schütze. Hat dir der Trainerwechsel auch geholfen, so richtig im Männerbereich anzukommen?
Hildebrandt: Auf jeden Fall! Für mich war vor allem wichtig, dass der Trainer mir vertraute. Das musste er auch, weil es einfach keine Konkurrenten mehr gab, die man hätte aufstellen können. Auch die offensive Spielweise kam mir zugute. Und Hendrik hat einem auf seine besondere Art immer zu verstehen gegeben, dass man selber gut ist und alle anderen schlecht.
FCC: Vielen Dank für deine erheiternden Antworten und viel Spaß weiterhin bei den Alten Herren!

 

 

Erstellt für den FC Crimmitschau von: Sebastian Simon


 

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